27. März 2017

Fit für Kinderrechte auf der ganzen Welt

Gewaltfrei und gesund aufwachsen, zur Schule gehen, mitbestimmen – aber auch einfach nur Kind sein und spielen: Worauf jedes Kind einen Anspruch hat, sollte auch jedes Kind wissen. Deshalb beschäftigen sich am Donnerstag, 6. April 2017, etwa 150 Schüler_innen der 4. und 5. Klassen zwischen 9 und 13 Uhr im Nachbarschaftshaus Urbanstraße mit Kinderrechten.

Jedes Jahr im April treffen sich Schülergruppen aus dem freiwilligen Unterrichtsfach Humanistische Lebenskunde in Berlin zum Projekttag „Fit für Kinderrechte auf der ganzen Welt“. Die Kinderrechte sind seit 1989 in der UN-Kinderrechtskonvention festgeschrieben. 1992 wurde das Übereinkommen über die Rechte des Kindes in Deutschland ratifiziert. Seit 25 Jahren gibt es damit eine wichtige Grundlage für die Gleichbehandlung, den Schutz, die Förderung und die Beteiligung von Kindern in unserer Gesellschaft. Was die Kinderrechte konkret bedeuten und wie sie im Alltag praktisch umgesetzt werden können, wird am Projekttag praktisch erkundet.

Die teilnehmenden Schüler_innen haben sich zuvor im Lebenskundeunterricht intensiv mit den Kinderrechten auseinandergesetzt. Sie haben über ihre Umsetzung in verschiedenen Ländern diskutiert, Filme geschaut, selbst welche gedreht, Spenden gesammelt, gemalt und gebastelt. Miteinander haben sie sich Aktivitäten zum Mitmachen zu den einzelnen Kinderrechten überlegt, die sie auf einem „Markt der Möglichkeiten“ vorstellen. So werden etwa Namensstempel hergestellt und aus einfachen Hilfsmitteln Spielzeuge gebastelt. Parallel dazu finden Workshops statt: Die Kinder trommeln für Toleranz und Frieden, setzen ein bestimmtes Kinderrecht pantomimisch um oder informieren sich über den Kindernotdienst. Zur Tradition des Tages gehört auch eine Kinderrechte-Wahl, bei der die Schüler_innen darüber abstimmen, welche Rechte ihnen am wichtigsten sind.

Der Humanistische Verband Berlin-Brandenburg rückt mit diesem Projekttag nicht nur das Thema Kinderrechte stärker in den Vordergrund, sondern fördert auch den Austausch unter Lebenskundeschüler_innen aus ganz Berlin. So möchte der Verband die Lebenswelt der mehr als 62.000 Mädchen und Jungen, die am Unterricht des HVD teilnehmen, für andere Erfahrungen und Gedanken öffnen und Neugierde und Toleranz gegenüber unbekannten Perspektiven fördern.

Das Projekt „Fit für Kinderrechte“ wird im Rahmen des freiwilligen Unterrichts Humanistische Lebenskunde durchgeführt und vom Deutschen Kinderhilfswerk finanziell gefördert.